Kreta Entdecken
Kreta
ist die größte griechische Insel im äußersten Süden Europas und ist rund
84000 qkm groß. Kreta hat 4 Präfekturen: Lassithi, Heraklion, Rethimno
und Chania mit insgesamt etwa 600.000 Einwohnern. Es herrscht vorwiegend
mildes Mittelmeerklima, das sehr gut zum Anbau von Wein, Weizen, Oliven
und Zitrusfrüchten geeignet ist. Hauptwirtschaftszweige sind
Fremdenverkehr und Landwirtschaft.
Heraklion
Kretas Wirtschafts- und Verwaltungszentrum Heraklion ist zugleich das
kulturelle Zentrum der Insel. Einige Universitätsfakultäten,
Bibliotheken und Museen, darunter das eindrucksvolle Archäologische
Museum, und weitere Bildungseinrichtungen befinden sich hier. Trotz
seiner langen Geschichte sind nur noch wenig historische Bauwerke in
Heraklion erhalten.
Innerhalb der noch aus der venezianischen Zeit stammenden Stadtmauer
erlebt man die Atmosphäre dieser geschäftigen Stadt sehr gut auf der
Platia Venizelou. Neben zahlreichen Restaurants, Cafés und Tavernen
steht hier der Morosini-Brunnen von 1628, der gleichzeitig den
Mittelpunkt Heraklions bildet. Gleich in der Nähe befindet sich die von
den Venezianern 1239 errichtete San Marco Kirche, die heute für
Veranstaltungen und interessante Ausstellungen genutzt wird. Sehenswert
sind vor allem auch der venezianische Hafen und die Marktstraße.
Knossos
Die Ausgrabungsstätte Knossos ist die wohl bekannteste und größte
Palastanlage Kretas aus minoischer Zeit. Dank der umfangreichen
Rekonstruktionen des britischen Archäologen Arthur Evens, während der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, erhält man hier einen anschaulichen
Eindruck der minoischen Palastarchitektur und der ältesten Hochkultur
Europas. Mit mehr als 1000 Räumen und einer noch erhaltenen Grundfläche
von 20.000m², war der Palast während seiner Blütezeit zwischen 1600 und
1400 v.Chr. vermutlich noch bedeutend größer.
Malia
ist ein belebter Badeort an der Nordküste und liegt etwa 30 Kilometer
östlich von Heraklion und nur etwa 8km von Sisi entfernt. Der Besucher
findet hier schöne, feindsandige Strände, sowie eine Vielzahl von
Restaurants, Bars, Discos und anderen touristischen Einrichtungen. In
der Nähe des Ortes befindet sich die Ausgrabungsstätte der Palastanlage
von Malia. Dieser etwa 3.900 Jahre alte Palastkomplex ist neben Knossos
und Festos einer der bedeutendsten Bauwerke aus minoischer Zeit auf
Kreta.
Chersonissos
Das ehemalige Fischerdorf ist heute eines der attraktivsten
Tourismuszentren Kretas an der Nordküste, auch bekannt unter dem Namen
Liménas Chersonísou, ungefähr 26 Kilometer von Heraklion entfernt. Die
verkehrsfreie Uferpromenade mit zahlreichen Lokalitäten lädt zum
Spaziergängen ein. Urlauber können kostenlos die unmittelbar am Meer
gelegenen diversen Wasserrutschen des Star Beach Water Parks nutzen.
Auch als Ausgangspunkt für individuelle Tagestouren zu Kretas
Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise der Lassithi-Hochebene ist
Chersonissos bestens geeignet.
Agios Nikolaos
an der Nordostküste Kretas liegt eingebettet im aussichtsreichen Golf
von Mirabello. In der Hauptstadt der kretischen Provinz Lassithi leben
etwa 8000 Einwohner. Die Stadt liegt inmitten von Oliven- und
Mandelhainen und ist von Badebuchten umgeben.
Im Meer vor Agios Nikolaos befinden sich zahlreiche kleine Inseln aus
Vulkangestein, darunter die so genannten "Lepra-Inseln" Kalidon und
Spinalonga. Sehenswert sind zudem die drei Kirchen des Ortes, das
Archäologische und das Volkskunstmuseum sowie der malerische
Fischereihafen mit zahlreichen Restaurants und Cafés.
Spinalonga
Die kleine Insel Spinalonga im Golf von Mirabello ist den ehemaligen
Fischerorten Elounda und Plaka, die heute zu den bekanntesten
Touristenorten auf Kreta zählen, vorgelagert. Sehenswert sind die Reste
Reste einer türkischen Festung aus dem 16. Jahrhundert, welche Anfang
des 20. Jahrhunderts zu einer Leprakolonie umfunktioniert wurde.
Bootsverbindungen von Agios Nikolaos, Elounda oder Plaka. In der Nähe
kann man die Reste der versunkenen Stadt Olous besichtigen.
Lassithi Hochebene
Auf ca. 830m Höhe befindet sich die wunderschöne Landschaft der Lassithi
Hochebene. Früher prägten Windräder mit weißen Segeln das Bild,
sehenswert ist die Höhle von Psychro, wo der Sage nach Göttervater Zeus
das Licht der Welt erblickt hat. Die Gegend ist Ausganspunkt für
zahlreiche aussichtsreiche Wanderungen, zum Beispiel zum von bei den
Minoern besiedelten Gipfel Karfi.
Rethymnon
ist die drittgrößte Stadt Kretas sowie das Verwaltungszentrum der
Präfektur gleichen Namens. Die Stadt zählt etwa 28.000 Einwohner, die
auf einer Fläche von 126,5 km² leben und arbeiten. Außerdem ist
Rethymnon neben Heraklion auch Universitätsstadt, Standort eines
Krankenhauses sowie der Anlaufhafen für Fährschiffe aus Piräus.
Das archäologische Museum, das direkt neben der guterhaltenen
Festungsanlage liegt, stellt in erster Linie Funde aus der Region
Rethymnon aus. Besonders interessante Stücke der Sammlung sind die sehr
gut erhaltenen und mit sehr typischen Motiven bemalten Ton-Sarkophage
aus den Grabungen in Armeni.
Sitia
liegt im Nordosten der griechischen Insel Kreta und wird nicht vom
Massentourismus Kretas heimgesucht. Das Stadtbild wird geprägt von einer
der wenigen Hafenpromenaden Kretas mit vielen Tavernen und Bars.
Sehenswert ist das archäologische Museum.
Chania
Die griechische Hafenstadt Chania liegt an der Nordwestküste Kretas und
hat ca. 54.000 Einwohner. Sehenswert sind der Leuchtturm am Hafen, die
beiden Kirchen San Lorenzo und San Salvatore, die Janitscharen Moschee,
die Markthalle und die Kirche Agios-Nikolaos aus dem 13. Jahrhundert mit
den Spitzbögen im Inneren sowie die venezianischen Hauptkirche. Der Ort
ist von einer einzigartigen Schönheit und zieht jährlich unzählige
Besucher an.
Agia Galini
Das kleine Städtchen Agia Galini, im Süden Kretas gelegen, bietet seinen
Besuchern zahlreiche landestypische Tavernen, Bars und Restaurants. Am
Hafen werden zahlreiche Bootstouren angeboten. Der malerische Strand
lädt zum Entspannen oder zu einem erfrischenden Bad im Lybischen Meer
ein.
Agia Galini ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in das bergige
Hinterland oder aber um die archäologischen Ausgrabungsstätten Aghia
Triáda (königliche Villa), Gortys (antike Stadt) und Phaistós (Bronzezeit,
minoische Siedlung) zu besichtigen.
Plakias
Plakias ist ein wunderschöner Ort im südlichen Teil Kretas mit etwa 450
Einwohnern und zieht jedes Jahr Touristen aus aller Welt an. In den
letzten Jahren hat sich Plakias den steigenden Touristenzahlen angepasst
und weitere Hotels gebaut, die weitere Touristen in das einstige
Fischerdorf bringen. Wunderschöne Buchten und Strände prägen das Bild
von Plakias, die auch Ausganspunkt für viele Wandermöglichkeiten
darstellen.
Matala
Liegt im Süden der Insel Kreta. Die Geschichte der Gegend beginnt in der
sagenumwobenen Ära des Zeus und seiner entführten Europa, macht einige
Zwischenstopps in den neolithischen, minoischen und römischen Epochen,
um dann von den Szarazenern und später von den Hippies, in den bekannten,
tagsüber begehbaren Wohnhöhlen, belagert zu werden.
Ein Halt in Matala sollte unbedingt in jede Urlaubsplanung mit
einbezogen werden, nicht zuletzt auch wegen seines feinkörnigen, roten
Sandstrandes “Red Beach”.
Chora Sfakion
Im Süden der Insel Kreta liegt der kleine Küstenort Chora Sfakion. In
der Nähe befinden sich einige der bekannten Schluchten von Kreta, wie
die Samaria Schlucht, die Imbros Schlucht und die Aradena-Schlucht.
Mittelpunkt des Ortes ist der Hafen, wo Geschäfte, Tavernen und Hotels
zu finden sind. Die wirtschaftliche Haupteinnahmequelle ist wie in
vielen anderen Orten auf Kreta der Tourismus.
Samaria Schlucht
Die Samaria Schlucht liegt an der Südküste Kretas und zählt mit ca. 13
Kilometern zu den längsten Schluchten Europas. In der Hochsaison wandern
mehrere tausend Touristen täglich durch diese Schlucht, da sie neben den
Stränden auf Kreta zu den touristischen Höhepunkten der Insel zählt. Die
Felswände der Samaria Schlucht sind bis zu 600 Meter hoch. Die engste
Stelle mit ca. 4 m trägt den Namen "eiserne Pforte".